Die Tierbefreiungsaktivistin Debbie Vincent wurde im April 2017 aus dem Gefängnis entlassen. Allerdings steht sie bis 2020 unter strenger Beobachtung durch die staatliche Repression.

Im April 2014 wurde die Tierbefreiungsaktivistin Debbie Vincent zu einer Haftstrafe von 6 Jahren verurteilt. Debbie wird vorgeworfen in der Kampagne gegen den Tierversuchskonzern Huntingdon Life Sciences (HLS) aktiv gewesen zu sein.
Nachdem Debbie verurteilt wurde gab sie diesbezüglich folgendes Statement ab:
„Was beängstigend ist in dieser Welt ist die Unterdrückung und Ungerechtigkeit, wenn Menschen andere Menschen, Tiere und die Natur verletzen. Was schön ist in dieser Welt ist der Widerstand, wenn Menschen sagen ´genug ist genug´und anfangen zu handeln. Unterdrückung und Ungerechtigkeit sind überall, und deshalb gibt es auch Widerstand. Weil einige Menschen wissen, dass sie zwar verlieren können, wenn sie kämpfen, dass sie aber schon verloren haben, wenn sie nicht kämpfen.“

Debbie war die erste der Blackmail 3-Gefangenen die verurteilt wurde. Ihre Unterstützungswebsite ist: blackmail3.org

Unterstützt Debbie und schreibt ihr Briefe ins Gefängnis!

Debbie Vincent #A5819DE
HMP-YOI Bronzefield
Woodthorpe Road
Ashford, Middlesex TW15 3JZ
UNITED KINGDOM

Solidarität mit den Blackmail3

Die Repression gegen die Tierrechtsbewegung nimmt wieder zu. Britische Behörden haben erneut drei Aktivist_innen angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, das Tierversuchsunternehmen Huntingdon Life Sciences (HLS) „erpresst“ zu haben. Debbie, Natasha und Sven drohen mehrere Jahre Haft. Lest mehr zu dem Fall und erfahrt, wie ihr die Angeklagten unterstützen könnt.

Am Morgen des 6. Juli 2012 stürmten mehrere Einsatzteams der Polizei in die Wohnungen und Geschäftsräume von drei Tierrechts-Aktivist_innen. Sie durchsuchten die Räume und verhafteten sie anschließend, wegen des Verdachts der „Erpressung“ in Bezug auf das Tierversuchsunternehmen Huntingdon Life Sciences. HLS ist das größte Tierversuchslabor in Europa, sie töten im Schnitt jeden Tag 500 nichtmenschliche Tiere.

Eine Person aus Großbritannien ist angeklagt das Unternehmen von 2001 bis 2011 „erpresst“ zu haben, zwei weitere aus den Niederlanden wird dies von November 2008 bis Dezember 2010 vorgeworfen. In den letzten Jahren wurde dieser Vorwurf wegen seiner hohen Verurteilungsrate bewusst gegen Aktivist_innen angewendet, die Höchststrafe beträgt 14 Jahre Gefängnis. Dies ist der dritte Prozess in Großbritannien, bei dem Aktivist_innen angeklagt werden das Tierversuchsunternehmen Huntingdon Life Sciences „erpresst“ zu haben.

Eine Reihe von Razzien fanden 2012 in London statt, weitere gab es in Amsterdam an zwei Standorten. In den Niederlanden wurden zwei Personen mit einem Europäischen Haftbefehl der Freiheit entrissen. Nach einer Woche wurden sie aus dem Gefängnis freigelassen, nachdem sie aufgrund von strengen Kautionsauflagen ihre Pässe abgegeben haben. Sie warten zur Zeit auf die Auslieferung nach Großbritannien. Die dritte Angeklagte wurde kurz darauf in London gebürgt und hat ebenfalls viele restriktive Kautionsauflagen.

Bei den Razzien in den Niederlanden verschaffte sich die Polizei Zugang zu gemeinsamen Büroflächen und entwendete Computer, elektronische Geräte und Papiere, welche einer Vielzahl an Aktionsgruppen gehörten.

Ein paar Monate später gab es bei einer weiteren Person eine Hausdurchsuchung und eine Festnahme, die Verdächtigung ist allerdings mittlerweile fallen gelassen worden. Die Angeklagte aus Großbritannien erwartet ihren Gerichtsprozess Anfang Februar 2014. Die beiden anderen Personen aus den Niederlanden erwarten ihren Prozess hingegen um einige Zeit später, da ihr Auslieferungsverfahren in das Vereinigte Königreich einige Zeit in Anspruch nehmen könnte.

Dieser jüngste Fall zeigt exemplarisch die anhaltenden Einschüchterungsversuche der britischen Behörden auf, welche die effektiven Proteste gegen das Tierversuchsunternehmen HLS kriminalisieren möchten. Wieder einmal wird versucht, diejenigen zum Schweigen zu bringen, welche sich der Tierversuchsindustrie entschieden in den Weg stellen. Mit der zunehmenden Repression gegen Aktivist_innen ist es wichtig, dass wir ein kraftvolles Netzwerk der Solidarität aufbauen! Jede und Jeder kann schon morgen von staatlicher Repressionen betroffen sein.

Against Animal Testing and State Represssion – Solidarität mit den Blackmail 3!

So können die Betroffenen unterstützt werden:

teilt die Blackmail 3 Webseite
schreibt den Blackmail 3 eine Solidaritätserklärung
sprecht bei Gruppentreffen über das Thema
bleibt auf dem Laufenden und macht bei kommenden Aktionsaufrufen mit
spendet für die Blackmail 3 oder organisiert ein Fundraising

Support Webseite für die Blackmail 3: www.blackmail3.org | Facebookseite
Stop UK Repression Netzwerk: www.stopukrepression.org

https://linksunten.indymedia.org/de/node/103408

English:

Debbie was released from prison in April 2017, but she will remain on strict license conditions (probation) until 2020.

In April 2014, Debbie was sentenced to six years in prison for „conspiracy to blackmail,“ in relation to the campaign to close down the notorious animal testing lab Huntingdon Life Sciences.

Prior to sentencing, Debbie said: „What is scary in this world is oppression and injustice, when people hurt people, animals and nature. What is beautiful in this world is resistance, when people say ‚enough is enough‘ and act. Oppression and injustice are everywhere, but so is resistance. Because some people know that if you fight you might lose, but if you don‘t fight, you‘ve already lost.“

Debbie Vincent #A5819DE
HMP-YOI Bronzefield
Woodthorpe Road
Ashford, Middlesex TW15 3JZ
UNITED KINGDOM

In April 2014, Debbie was sentenced to six years in prison for „conspiracy to blackmail,“ in relation to the campaign to close down the notorious animal testing lab Huntingdon Life Sciences.

Prior to sentencing, Debbie said: „What is scary in this world is oppression and injustice, when people hurt people, animals and nature. What is beautiful in this world is resistance, when people say ‚enough is enough‘ and act. Oppression and injustice are everywhere, but so is resistance. Because some people know that if you fight you might lose, but if you don‘t fight, you‘ve already lost.“

Debbie Vincent was the first of the Blackmail 3 defendants to face trial. Support website: blackmail3.org