Archiv für Januar 2013

Tierbefreiungsaktivist Gavin Medd-Hall aus dem Gefängnis entlassen!

Der Tierbefreiungsaktivist Gavin Medd-Hall wurde am 18. Januar 2013 nach vier Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Gavin wurde im Januar 2009 inhaftiert und zu 8 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihm wurde Erpressung und Konspiration gegen den Tierversuchskonzern Huntingdon Life Sciences (HLS) vorgeworfen. Als Teil der SHAC-Kampagne wurde er schließlich inhaftiert.
Gavin war einer der „UK SHAC 7“-Gefangenen.

Mehr Infos zum Fall Gavin Medd-Hall und der SHAC-Kampagne gibt es hier:

Kein Fußbreit …

… zu den Versuchen von (italienischen) Faschist*innen die Tierbefreiungsbewegung zu unterwandern.
Die Totalliberation-Kampagne steht klar in emanzipatorischer Tradition. Antiemanzipatorische Tendenzen und Kräfte lehnen wir ab. Menschen die antiemanzipatorische Ziele verfolgen haben in der Tierbefreiungsbewegung nichts verloren und müssen mit allen Mitteln daran gehindert werden emanzipatorische Bewegungen zu unterwandern oder für ihre Zwecke zu missbrauchen.
Das heißt im Rahmen der Totalliberation-Kampagne werden Faschist*innen nicht unterstützt, sondern bekämpft. Totalliberation berichtet nicht über direkte Aktionen wenn Erkenntnisse vorliegen, dass diese von Faschist*innen oder mit rechtem Hintergrund durchgeführt wurden. Nationalist*innen und Co. werden auf keine Weise unterstützt, auch nicht wenn sie von Repression betroffen sind. Es gibt keine Berichterstattung über Festnahmen und Gefängnisstrafen, noch gibt es finanzielle oder gar ideelle Unterstützung bei Repression.
Totalliberation lehnt Ausbeutung, Unterdrückung und Herrschaft auf allen Ebenen ab. (Hetero-)Sexismus, Antisemitismus und Rassismus werden ebenso abgelehnt und bekämpft wie Faschismus und Nationalismus. Der Staat als Organisationsform, mit all seinen Unterdrückungsinstrumenten wie Polizei, Justiz und Knast, wird von uns nicht akzeptiert. Für eine Welt ohne die Konstruktion von Nationen, weil kein Staat eine Existenzberechtigung hat.
Nieder mit Staat, Faschismus, Nationalismus und jeder Form von Ausbeutung und Herrschaft. Der Kampf für die Befreiung nichtmenschlicher Tiere kann nur Teil einer Bewegung für die Befreiung ALLER sein.
Für die völlige Befreiung von Menschen und nichtmenschlichen Tieren.

Totalliberation.

Bis jeder Knast und jeder Käfig leer ist.

Tierbefreiungsaktivist Walter Bond schreibt aus dem Gefängnis.

„Befreiung, Anarchismus und Freiheit ist nicht die Freiheit einen Haufen Scheiße kaufen zu können, den du nicht brauchst. (…) Es bedeutet einen Käfig zu zerstören, anstatt gegen Wände anzuschreien hinter denen sich der Käfig befindet. Es bedeutet leben, lieben, bluten und sterben! Es bedeutet gegen die Unterdrückung anderer so zu kämpfen als wäre sie deine eigene, weil sie es ist, oder bald sein wird wenn wir nichts dagegen tun!“

Der Tierbefreiungsaktivist Walter Bond wurde im Sommer 2010 in den USA verhaftet und wird voraussichtlich bis zum Jahr 2021 im Gefängnis sein. In einem offenen Brief aus dem Gefängnis nimmt Walter Stellung zur Animal Liberation Front (ALF) und zu der Verbindung von ALF und weltweiten anarchistischen Kämpfen gegen jeder Form der Unterdrückung.
Walter Bond ist ein gefangener Aktivist der Animal Liberation Front, der im Sommer 2010 verhaftet wurde. Ihm werden die ALF Lone Wolf Brandanschläge auf die Schaffellfabrik in Denver, Colorado, die Tandy Lederfabrik in Salt Lake City, Utah und das Tiburon Restaurant in Sandy, Utah zur Last gelegt. Am 11. Februar 2011 wurde Walter zu 5 Jahren Haft für das Coloradofeuer verurteilt und am 13. Oktober 2011 wurde er zu weiteren 7 Jahren und drei Monaten für die Feuer in Utah verurteilt. Seine Freilassung wird im März 2021 erwartet.

Walter ist seit 15 Jahren Aktivist in Tierbefreiungs- und antikapitalistischen Zusammenhängen.

http://www.supportwalter.org/

Den offenen Brief von Walter aus dem Gefängnis in deutscher Übersetzung und im Original findet ihr hier:

Boehringergegnerin für 20 Tage in Haft!

„Dass Boehringer Ingelheim für die Profitsteigerung des eigenen Konzerns nicht nur die Qual der Tiere in Kauf nimmt, sondern, dass ihnen auch Menschen und die Zerstörung der Umwelt scheiß egal sind, hat sich in der Vergangenheit deutlich gezeigt und wird durch den Bau des europäischen Tierimpfstoffzentrums in Hannover noch einmal bestätigt.“, erklärte die angeklagte Aktivistin „Mo“ damals im Februar 2012 vor Gericht. (die gesamte Erklärung findet ihr hier auf der Seite)
Das Urteil gegen sie verhängte der vorsitzende Richter Detlef Süssenbach auf 25 Tagessätze, er nannte es „Hausfriedensbruch“, weil „Mo“ das Baugelände für Boehringers Tierversuchsanlage, zusammen mit anderen Menschen besetzt haben soll.
Nun muss sie ab dem 4. Januar 2013 ihre Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt Hildesheim antreten und zwar, weil sie Widerstand leistet gegen das Unternehmen, dass mit seinem seit Ende September 2012 offiziell eröffneten Versuchslabor nun auf grausame Weise zur Optimierung der Massentierhaltung hinarbeitet.

Direkt vor dem Haftantritt am 4. Januar 2013, wird es in Hannover ab 12 Uhr am Kröpke eine Aktion geben.
Kommt unzählig und unterstützt die bald inhaftierte Aktivistin.
Es gibt keinen „Frieden im Boehringer-Streit“!

Die Adresse von „Mo“ in der JVA für Briefe und sonstiges:
Isabell Jahnke
JVA Vechta für Frauen
Abteilung Hildesheim
Godehardsplatz 7
31134 Hildesheim

Mehr Infos zum Fall Isabell Jahnke gibt es hier: