Tierbefreiungsaktivistin Ebba Olausson zu 2 Jahren und 6 Monaten Gefängnis verurteilt!

Die Tierbefreiungsaktivistin Ebba Olausson wurde in Schweden zu 2 Jahren und 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Ihr wird vorgeworfen Tierrechtsaktionen gegen die Pelzindsutrie durchgeführt zu haben.
Ebba benötigt dringend Unterstützung, da die Anklage derzeit sogar noch eine Hafterhöhung verlangt.
Wir werden weitere Updates und Infos zur akuten Repression gegen die Tierbefreiungsbewegung in Schweden hier veröffentlichen. Zum jetztigen Zeitpunkt beträgt das Urteil 2 Jahre und 6 Monate, es besteht aber die Möglichkeit, dass es verkürzt bzw. verlängert wird. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Ebba in ein anderes Gefängnis verlegt wird. Bitte schreibt ihr dennoch auch jetzt schon Briefe und unterstützt sie auf allen möglichen Ebenen.
Die aktuelle Adresse lautet:

EBBA OLAUSSON
Box 37
542 21 Mariestad
Sweden

Weitere Infos zum Fall Ebba Olausson gibt es hier:

Weitere Infos zur Repression gegen die Tierbefreiungsbewegung in Schweden gibt es hier:

Tierbefreiungsaktivistin Debbie Vin­cent zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt!

Im April 2014 wurde die Tier­be­frei­ungs­ak­ti­vis­tin Debbie Vin­cent in England zu einer Haft­stra­fe von 6 Jah­ren ver­ur­teilt. Debbie wird vor­ge­wor­fen in der Kam­pa­gne gegen den Tier­ver­suchs­kon­zern Hun­ting­don Life Sci­en­ces (HLS) aktiv ge­we­sen zu sein.
Nach­dem Debbie ver­ur­teilt wurde gab sie dies­be­züg­lich fol­gen­des State­ment ab:
„Was be­ängs­ti­gend ist in die­ser Welt ist die Un­ter­drü­ckung und Un­ge­rech­tig­keit, wenn Men­schen an­de­re Men­schen, Tiere und die Natur ver­let­zen. Was schön ist in die­ser Welt ist der Wi­der­stand, wenn Men­schen sagen ´genug ist genug´und an­fan­gen zu han­deln. Un­ter­drü­ckung und Un­ge­rech­tig­keit sind über­all, und des­halb gibt es auch Wi­der­stand. Weil ei­ni­ge Men­schen wis­sen, dass sie zwar ver­lie­ren kön­nen, wenn sie kämp­fen, dass sie aber schon ver­lo­ren haben, wenn sie nicht kämp­fen.“

Debbie war die erste der Black­mail 3-​Ge­fan­ge­nen die ver­ur­teilt wurde. Ihre Un­ter­stüt­zungs­web­site ist: blackmail3.​org
Debbie wird in einem britischen Knast gefangen gehalten.
Un­ter­stützt sie und schreibt ihr Brie­fe ins Ge­fäng­nis!

Weitere Infos zum Fall Debbie Vin­cent gibt es hier:

Polizei versuchte Informant_innen in der Tierbefreiungsszene anzuwerben

Wiet­ze. Si­cher­heits­be­hör­den haben of­fen­bar im Ok­to­ber 2013 ver­sucht, In­for­man­t_innen in der nie­der­säch­si­schen Tier­be­frei­ungs­sze­ne an­zu­wer­ben. Wie kürz­lich be­kannt wurde, bekam ein Geg­ner der Roth­köt­ter-​Schlacht­fa­brik in Wiet­ze (Celle) im Sep­tem­ber Be­such von zwei Po­li­zei­be­am­t_innen: In zwei Wohn­ge­mein­schaf­ten in Celle und Salz­we­del soll­te Alex M. sich ein­schleu­sen, Kon­tak­te knüp­fen und so viele In­for­ma­tio­nen wie mög­lich an die Po­li­zei wei­ter­lei­ten. Vor allem am Wi­der­stand gegen die um­strit­te­ne Schlacht­fa­brik waren die Ord­nungs­hü­ter in­ter­es­siert. Für seine Diens­te ver­spra­chen sie Alex M. eine ent­spre­chen­de Ent­loh­nung.

Weitere Infos zu diesem gezielten Angriff auf die Tierbefreiungsszene gibt es hier:

Tierbefreiungsaktivist Kevin Olliff zu 2,5 Jahren Gefängnis verurteilt!

Der Tierbefreiungsaktivist Kevin Olliff erhält eine Gefängnisstrafe von 30 Monaten für Besitz von Werkzeug mit dem er potentiell eine Fuchsfarm hätte überfallen können. Kevin ist damit zum Opfer symbolischer Repression der US-Politik gegen die Tierbefreiungsbewegung geworden. Da im zweiten Halbjahr des Jahres 2013 über 10 Pelzfarmen von der Animal Liberation Front (ALF) überfallen und tausende Tiere befreit wurden, nie aber auch nur ein_e potentielle Täter_in gefasst wurde, brachte die US-Regierung ein symbolisches Opfer um die völlig hysterische Pelzindustrie in den USA zu befriedigen. Kevin wurde dieses Opfer, weil er als Tierrechtsaktivst durch vergangene Aktionen und erfolgreiche Kampagnen bereits bekannt war. Kevin wurde erst im Jahr 2010 nach 18 Monaten Haft aus dem Gefängnis entlassen.
Was in den USA gerade passiert ist unglaublich. Da werden Menschen verhaftet und für Jahre hinter Gittern veschwinden lassen obwohl ihnen keine einzige Straftat nachzuweisen ist!
Der Besitz von einfachen Werkzeugen, wie sie in jedem Baumarkt erhältlich sind in Kombination mit dem Engagement in der Tierrechts- bzw. Tierbefreiungsbewegung reicht in den USA offensichtlich aus um für Jahre ins Gefängnis zu kommen. Die Tierausbeutungsindustrie hat in der US-Regierung offensichtlich eine Verbündete gefunden mit der politische Gegner_innen besonders effektiv platt gemacht werden können.
Dass Staat und Tierausbeutungsindustrie Hand in Hand gehen und die Tierbefreiungsbewegung mit allen Mitteln bekämpfen ist nicht neu.
Umso wichtiger ist es angesichts der aktuellen Repression nicht weiter tatenlos zuzusehen.
Werdet aktiv und zeigt dem Staat und dieser mörderischen Industrie, dass unsere Bewegung für die Befreiung aller Menschen und aller nichtmenschlichen Tiere nicht klein zu kriegen ist.
Vor allem ist es wichtig, dass ihr die staatlichen Versuche soziale Bewegungen einzuschüchtern öffentlich macht. Wir müssen zusammen mit anderen emanzipatorischen und sozialen Bewegungen kämpfen. Unterstützt unsere Gefangenen, lasst sie auch hinter Gittern wissen, dass der Kampf weiter geht, jetzt erst recht. Kein Mensch wird vergessen sein, keine Minute die der Staat den Aktivist_innen ihrer Lebenszeit beraubt wird vergessen sein, mit jedem Schlag wächst unser Widerstand gegen den Staat und die Tierausbeutungsindustrie.

Wir werden niemals aufgeben!

Für Kevin und alle anderen Gefangenen in den Knästen und Käfigen!!!

FREIHEIT für ALLE!
Totalliberation

Weitere Infos zum Fall Kevin Johnson (Olliff), dessen Verurteilung und Geschichte gibt es hier:

Undercover-Aufnahmen in Tierställen zu machen ist Terrorismus?

Oder: Wie der Staat die tierquälerischen Machenschaften der Tierausbeutungsindustrie deckt!

Mit den Ag-Gag-Gesetzen in den USA nahm die Repression gegen die Tierbefreiungsbewegung eine neue Dimension an. Laut dieser Gesetze die in verschiedenen US-Bundesstaaten mittlerweile in Kraft getreten sind, sind Aktivist_innen die in Tierställen unerlaubt Aufnahmen machen und diese dann der Öffentlichkeit zugänglich machen Terrorist_innen. Das Erstellen von Video- bzw. Fotoaufnahmen auf denen dokumentiert wird wie Tiere in Mastanlagen, Ställen, Pelzfarmen, Tierlabors oder Schlachthöfen misshandelt werden wird als Terrorismus definiert und seit 2006 entsprechend verfolgt. Alle die den letzten Satz nochmals lesen mussten um zu glauben was dieser aussagt, alle die sich jetzt fragen ob tatsächlich das bloße Dokumentieren von Tierquälerei als Terrorismus bezeichnet wird haben tatsächlich richtig gelesen. Menschen die das Leid der Tiere dokumentieren und veröffentlichen sind Terrorist_innen und werden vom Staat als solche gejagt und weggesperrt. Im Gegensatz dazu werden diejenigen die von Tierquälerei und Massenmord profitieren vom Staat geschützt. Seit die entsprechenden Gesetze zum Schutze der Tierausbeutungsindustrie in den USA erlassen wurden, gab es zahlreiche Verhaftungen, Hausdurchsuchungen und Gerichtsverfahren. Aktivist_innen werden als Terrorist_innen gejagt und gesellschaftlich stigmatisiert. Dies ist ein weiterer Versuch von Staat und Tierausbeutungsindustrie die Gesellschaft vor den Schreckensbildern und dem Horror der Realität dieser Industrie zu „schützen“. All das dient dazu dem angeschlagenen Image dieser mörderischen Industrie wieder zu einer weißen Weste zu verhelfen. Denn wenn es keine Bilder aus den Ställen, Mastanlagen und allen anderen Tiergefängnissen mehr gibt lässt sich umso einfacher behaupten, dass all das von Tierrechtsorganisationen verwendete Material in ihren Antifleischkampagnen veraltet sei. Ja solche Zustände in der modernen Tierindustrie selbstverständlich längst nicht mehr existieren. Und da es keine neuen Aufnahmen mehr gibt, weil das ja jetzt Terrorismus gegen die armen Tierausbeuter_innen ist, ist alles wieder Recht und in Ordnung; und die Gesellschaft kann getrost wieder den Weg zum unbekümmerten Konsum tierlicher Produkte zurückfinden. Und die Tierindustrie mit Qual und Mord weiter Milliarden verdienen. Tierrechtsaktivist_innen im Knast, Journalist_innen mit Terrorismusvorwürfen ruhig gestellt, Tierausbeutungsindustrie glücklich, Staat zufrieden.

Was sich anhört wie in einem schlechten Hollywoodfilm über totalitäre Staaten in düsteren Sciencefictionszenarien ist leider heute schon bittere Realität und das nicht nur in den USA.

Den gesamten Text zu den staatlichen Versuchen investigativen Journalismus zu stoppen und die Zusammenarbeit von Staat und Tierausbeutungsindustrie auch in den europäischen Ländern gibt es hier:

Gerichtstermin für Rebecca Rubin auf 19.03.2014 festgelegt!

Rebecca war eine von drei noch flüchtigen Menschen, die im Zusammenhang mit ALF und ELF Angriffen gesucht werden. In dieser US-weiten Repressionswelle wurden im Dezember 2005 und Januar 2006 13 Menschen festgenommen, beschuldigt und zu hohen Haftstrafen verurteilt.
Rebecca hat die Kooperation mit den Behörden stets verweigert und die Beschuldigung von Mitstreiter_innen abgelehnt. Ihr Gerichtstermin wurde auf den 19.03.2014 gelegt. Joseph Dibee, Josephine Overaker sind weiter auf der Flucht. Ein weiterer Angeklagter der in seinem Verfahren nicht kooperiert hat, war William “Avalon” Rodgers. Avalon nahm sich am 21. Dezember 2005 in einer US-Gefängniszelle das Leben.

Mehr Infos zum Fall Rebecca Rubin gibt es hier:

3 Tierbefreiungsaktivist_innen in England vor Gericht!

Die Repression gegen die Tierrechtsbewegung nimmt weiter zu. Britische Behörden haben erneut drei Aktivist_innen angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, das Tierversuchsunternehmen Huntingdon Life Sciences (HLS) „erpresst“ zu haben. Debbie, Natasha und Sven drohen mehrere Jahre Haft. Bereits am Morgen des 6. Juli 2012 stürmten mehrere Einsatzteams der Polizei in die Wohnungen und Geschäftsräume von drei Tierrechts-Aktivist_innen. Sie durchsuchten die Räume und verhafteten sie anschließend, wegen des Verdachts der „Erpressung“ in Bezug auf das Tierversuchsunternehmen Huntingdon Life Sciences. HLS ist das größte Tierversuchslabor in Europa, sie töten im Schnitt jeden Tag 500 nichtmenschliche Tiere.

Weitere Infos zum Fall der „Blackmail3″ gibt es hier:

Tierrechtsaktivist*innen von Zirkusmitarbeiter*innen brutal zusammengeschlagen!

Am 05.01.2014 versammelten sich 15 Tierrechtler*innen von die tierbefreier*innen Leipzig auf dem Leipziger Kleinmessegelände Cottaweg zu einer Demonstration gegen die Tierhaltung des Zirkus Aeros und jede Form von Tierausbeutung. Obwohl die Demonstration friedlich verlief und den Zirkuseingang nicht versperrte, kamen nach wenigen Minuten drei Zirkusmitarbeiter*innen auf die Aktivist*innen zu, um sie lautstark zu vertreiben. Trotz friedlicher Versicherung, dass die Demonstration offiziell angemeldet sei, haben die Mitarbeiter*innen daraufhin angefangen, die Demonstrant*innen zu schubsen. Nachdem die Aktivist*innen nicht verschwanden, gingen die Mitarbeiter*innen zurück in den Zirkus und stürmen anschließend mit insgesamt fünf Mitarbeiter*innen wieder auf die Demonstrant*innen und begannen auf sie einzuschlagen. Selbst als die Tierrechtler*innen nach den ersten Schlägen wegrennen wollten, sind Zirkusangestellten hinterhergerannt, um weiter brutal auf die jungen Demonstrant*innen einzuschlagen. Auch noch als eine Person bereits wehrlos und blutend am Boden lag, haben mehrere Zirkusleute auf deren Kopf eingeschlagen und Körper eingetreten.

Eine Presseerklärung der betroffenen Tierbefreier*innen gibt es hier:

AETA, 278a und Verschwörung zur…

Organisationsparagraphen zur Zerschlagung tierbefreierischen Aktivismus.

„Vereinigung zu Erpressung“, „Bildung einer Kriminellen Organisation“ oder so ähnlich klingen Strafverfolgungsmaßnahmen, die in jüngster Zeit immer mehr politischen Aktivist_innen zum Verhängnis wurden. Nicht nur in Österreich, in vielen anderen Ländern auch, werden seit einigen Jahren Organisationsparagraphen zunehmend gegen politische Initiativen eingesetzt. Die Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung steht dabei leider an vorderster Stelle.

Den gesamten Text und weitere Infos zu den sog. Organisationsparagraphen gibt es hier:

Auf zu den Knästen und Käfigen! Freiheit für ALLE!

„Wenn sie keine Gefangenen mehr haben, haben wir aufgehört zu kämpfen. Wenn unsere Gefangenen vergessen sind, haben sie uns besiegt.“
- Keith Mann (ALF-Aktivist und Ex-Gefangener)

Mit Re­pres­si­on und staat­li­cher Ge­walt ver­sucht die Tier­aus­beu­tungs­in­dus­trie ein­zel­ne Ak­ti­vist*innen und damit auch die ge­sam­te Tier­be­frei­ungs­be­we­gung lahm­zu­le­gen. Die Un­ter­stüt­zung von Ge­fan­ge­nen ist des­halb ein ele­men­ta­rer Teil im Kampf gegen die Tier­aus­beu­tungs­in­dus­trie und deren staat­li­che Hand­lan­ger*innen.
Die Totalliberation-Kampagne wünscht den politischen Gefangenen und allen emanzipatorischen Bewegungen viel Kraft und Erfolg im kommenden Jahr. Allen die ihre Zeit in den Knästen verbringen müssen, wünschen wir Durchhaltevermögen. Lasst euch nicht zermürben von den Mühlen der staatlichen Repression. Lasst euch nicht brechen!
Allen die in Solidarität mit den Gefangenen und für deren Befreiung kämpfen wünschen wir Durchhaltevermögen. Haltet die Unterstützung aufrecht, bleibt engagiert und wütend.

Es gibt be­reits Struk­tu­ren und Grup­pen die län­der­spe­zi­fisch und in­ter­na­tio­nal Un­ter­stüt­zung leis­ten.
Be­tei­ligt euch an be­ste­hen­den Grup­pen oder or­ga­ni­siert den Auf­bau von So­li­da­ri­täts­struk­tu­ren zur Ge­fan­ge­nen­un­ter­stüt­zung wo es bis­her noch keine gibt.
Staat und Tier­aus­beu­tungs­in­dus­trie ar­bei­ten Hand in Hand, wenn es darum geht, Ak­ti­vist*innen fi­nan­zi­ell, psy­chisch und phy­sisch zu rui­nie­ren. Dem kön­nen wir nur mit SO­LI­DA­RI­TÄT be­geg­nen. Wenn die In­sti­tu­tio­nen von Staat und Wirt­schaft glau­ben, mit Ge­walt und Ein­schüch­te­rungs­ver­su­chen die Be­we­gung für die Be­frei­ung von Mensch und Tier zu schwä­chen, irren sie sich. Die staat­li­che Ge­walt mag wie ein Schlag in unser Ge­sicht sein, Haus­durch­su­chun­gen und Ge­richts­ver­fah­ren mögen uns kurz­fris­tig schwä­chen und Ge­fäng­nis­stra­fen ei­ni­ge von uns über Jahre unter to­ta­le staat­li­che Kon­trol­le brin­gen; stop­pen kön­nen sie uns damit aber nicht.
Welt­weit ist der Trend der Ein­schüch­te­rung und der Ver­such, eman­zi­pa­to­ri­sche Be­we­gun­gen zu kri­mi­na­li­sie­ren er­kenn­bar. Wenn die Herr­schen­den und jene, die von Aus­beu­tung pro­fi­tie­ren, glau­ben, uns damit lahm­le­gen zu kön­nen, täu­schen sie sich. Wir las­sen uns nicht ein­schüch­tern! Wir zei­gen, dass For­men von Un­ter­drü­ckung viel­sei­tig und kom­plex sind. Sie kön­nen nicht iso­liert be­trach­tet wer­den, son­dern sind mit­ein­an­der ver­schränkt. Für eine freie und so­li­da­ri­sche Ge­sell­schaft muss auf allen Ebe­nen und immer wie­der auch ge­mein­sam ge­kämpft wer­den.
Mit staat­li­cher und öko­no­mi­scher Ge­walt wächst unser Wi­der­stand. In die­sem Sinne: Wir sehen uns auf den Stra­ßen, in Mast­an­la­gen und Pelz­far­men, vor Tier­la­bors und Knäs­ten, am Tag und bei Nacht, wir sehen uns im Ge­richts­saal, wir sit­zen im Pu­bli­kum ganz hin­ten oder auch mal ganz vorne, wir la­chen, klat­schen und schla­gen Türen zu, wenn wir uns da­nach füh­len und freu­en uns auf die nächs­ten Vor­stel­lun­gen!
Unterstützt alle menschlichen und nichtmenschlichen Gefangenen!
Bis jeder Knast und jeder Käfig leer ist!
Solidarität ist unsere Waffe!
Für alle die innerhalb und außerhalb der Gefängnisse kämpfen einige Gedanken von Erich Mühsam.

Mein Gefängnis

Auf dem Meere tanzt die Welle
nach der Freiheit Windmusik.
Raum zum Tanz hat meine Zelle
siebzehn Meter im Kubik.

Aus den blauen Himmeln zittert
Sehnsucht, die die Herzen stillt.
Meine Luke ist vergittert
und ihr dickes Glas gerillt.

Liebe tupft mit bleichen leisen
Fingern an ein Bett ihr Mal.
Meine Pforte ist aus Eisen,
meine Pritsche hart und schmal.

Tausend Rätsel, tausend Fragen
machen manchen Menschen dumm.
Ich hab eine nur zu tragen:
Warum sitz ich hier? Warum?

Hinterm Auge wohnt die Träne,
und sie weint zu ihrer Zeit.
Eingesperrt sind meine Pläne
namens der Gerechtigkeit.

Wie ein Flaggstock sind Entwürfe,
den ein Wind vom Dache warf.
Denn man meint oft, daß man dürfe,
was man schließlich doch nicht darf.

(Erich Mühsam)



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